Kramerleiste
Aus Ludopedia - Die Spiele Encyclopädie
Die Kramerleiste ist ein nach dem Spieleautor Wolfgang Kramer benanntes Hilfsmittel zur Punktezählung bei Brettspielen, die sich um den Spielplan herumzieht.
Kramer verwendete diese erstmals bei seinem 1982 veröffentlichten Spiel Das große Unternehmen Erdgas, in dem er den Rand des Spielplans als Punkteskala gestaltete. Mit zusätzlichen Spielsteinen (Zählsteinen) kann so der Punktestand anzeigt werden. Dieses Prinzip wurde in der Folgezeit auch von anderen Autoren für ihre Spiele verwendet. Nicht in allen Spielen starten die Spieler bei Null Punkten.
Spiele mit "normaler" Kramerleiste (Auswahl):
- Heimlich & Co. (Wolfgang Kramer, 1984)
- El Grande (Wolfgang Kramer und Richard Ulrich, 1996)
- Tikal (Wolfgang Kramer und Michael Kiesling, 1999)
- Attila (Karl-Heinz Schmiel, 2000)
- Wild Life (Wolfgang Kramer, 2002)
- Sankt Petersburg (Michael Tummelhofer, 2004)
- Caylus (William Attia, 2006)
- Die Säulen der Erde (Michael Rieneck, Stefan Stadler, 2006) Hier starten die Spieler mit 2 Punkten.
- Portobello Market (Thomas Odenhoven, 2007)
Spiele mit "besonderer" Kramerleiste (Auswahl):
- In 80 Tagen um die Welt: Hier läuft man auf der Kramerleiste rückwärts. Die Spieler beginnen mit 80 Punkten (Tagen).
- Yellowstone Park: Die Kramerleiste befindet sich nur an der linken und oberen Seite des Spielbretts und die Punkte zählen negativ. Die Spieler starten mit 5 Minuspunkten.
- Carcassonne - Die Burg: Das Spielfeld besteht aus einer verwinkelten Kramerleiste in das die Plättchen gelegt werden. An besonderen Platzierungen erhalten die Spieler Mauerplättchen, wenn sie den Platz exakt erreichen.
Besonderheiten
Bei der ersten Auflage von Zug um Zug waren statt der Zahlen 91 bis 94 die Zahlen 92, 93, 94 und 93 aufgedruckt. Der Verlag lieferte aber kostenlos Ersatz.