Kirche, Glaube und Reformation
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Kirche, Glaube und Reformation (abgekürzt "KGR") ist eine inoffizielle Erweiterung von Jochen Steininger zum Catan-Spiel von Klaus Teuber, das zusammen mit der Städte & Ritter-Erweiterung gespielt werden kann. Für die Bebilderung der neuen Elemente wurden u.a. Abbildungen des Catan-Kartenspieles und seiner Themensets verwendet, an denen sich die Erweiterung orientiert. Das Material wird von Klaus Teuber und Kosmos geduldet, solange es nicht kommerziell verbreitet wird. Zur Herstellung können Original-Fortschrittskarten verwendet werden, die dann mit den neuen Karten beklebt werden. Zusätzlich muss pro Spieler ein Klappkalender oder Ausbautableau hergestellt werden. Ferner wird ein weiterer Metropolenaufsatz und eine Inquisitorfigur benötigt, wofür auch die Räuberfigur verwendet werden kann, wenn für diesen eine andere Figur angeschafft und die Inqusitorfigur rot angemalt wird. Da nun für 4 Landschaften Handelswaren vergeben werden wird ein achtseitiger Würfel (Oktaeder) benötigt, der auf 4 Seiten mit schwarzen Punkten oder Schiffen und auf den anderen Seiten mit blauen, gelben, grünen und roten Punkten/Stadttoren versehen wird. In den ersten Versionen wurden ferner pro Spieler eine Bäckerei-Karte und eine größere Anzahl Bierchips benötigt. Letztere wurden in der 3. Version durch entsprechende Handelswaren ersetzt. Mit dieser 3. Version versuchte Jochen Steininger 2007 eine Kombination von Hexen, Zauberer und Drachen und KGR mit aufeinander abgestimmten Karten und Spielkonzepten, indem er für beide ein Gesamtregelwerk schuf.
Beschreibung
Während in der Städte & Ritter-Erweiterung nur die Gebirgs-, Wald- und Weidelandschaften Handelswaren einbringen, kann man mit dieser Erweiterung auch über Ackerlandschaften "Brot" als Handelsware erhalten. Dazu war es in der ersten Version von 2002 erforderlich zunächst eine Bäckerei zu bauen. Wird die Zahl des Getreidefeldes, an dem der Spieler gebaut hat, gewürfelt, erhält der Spieler 1 Getreide und 1 Brot, bei den anderen Landschaften die Rohstoffe wie für eine Stadt, also entweder 2 Lehm oder einen Rohstoff und eine Handelsware. Ab der 2. Version von 2004 war die Bäckerei nicht mehr notwendig.
Mit Brot können die entsprechenden Stadtausbauten (Tempel, Gebetshaus, Abtei, Dom und Bistum) erworben werden. Als Vorteil der 3. Stufe darf der Spieler in den ersten beiden Versionen wenn er vom Räuber betroffen ist auswählen welche Karte er dem Gegner gibt, bzw. beim Gegner 2 Karten stehlen wenn er selber den Räuber versetzt. In der 3. Version erhält der Spieler eine Handelsware "Bier", wenn er beim Auswürfeln der Erträge leer ausgeht. Dagegen konnten die Spieler in der ersten Version Bier für 3 Getreide brauen und in der 2. Version von Beginn an Bierchips erhalten, wenn sie beim Auswürfeln der Erträge leer ausgingen. Hier durfte Bier in der eigenen Bauphase eingesetzt werden, um den schwächsten eigenen inaktiven Ritter zu aktivieren. Hierzu musste eine Anzahl Bierchips in Höhe der eigenen Siegpunkte abgegeben werden. Diese Funktion wurde eingeführt, um den Mangel an Getreide gegenüber dem ursprünglichen Städte & Ritter-Konzept auszugleichen. Da dies für Spieler, die beim ersten Überfall ihre Stadt verloren hatten, uninteressant war, wurde dies von einigen Spielern dahingehend modifiziert, dass man für eine der eigenen Siegpunktanzahl entsprechenden Menge an Bierchips einen beliebigen Rohstoff erhielt. Diese Variante orientierte sich an der Variante "Armut ist keine Schande" von Brigitte und Wolfgang Ditt aus dem Buch zum Spielen. In der 3. Version kann die Handelsware Bier dazu eingesetzt werden Feste zu veranstalten. Mit diesen Festen, für die unterschiedlich viel Bier benötigt wird, können die Funktionen gegnerischer Ausbauten (Ritter, Schiffe, Straßen, Siedlungen, Städte) eine Runde lang blockiert werden.
Durch die erhaltenen Fortschrittskarten kann noch stärker Einfluss auf das Spielgeschehen genommen und der Inquisitor ins Spiel gebracht werden. Dieser hatte in den 3 Varianten auch unterschiedliche Funktionen.
Besonderes
Viele Spieler verwenden zusätzlich die von Katja & Reinhard Jatzke zuerst entwickelte Erweiterung Hexen, Zauberer und Drachen mit der auch für Lehm eine Handelsware eingeführt wurde. Diese haben auf ihrer Webseite auch eine modifizierte Version von KGR veröffentlicht. Nach dem Erscheinen wurden beide Erweiterungen zu den beliebtesten Varianten. In den Internet-Foren gab es immer wieder den Wunsch, dass sie von Klaus Teuber und Kosmos übernommen würden, damit auch Spieler ohne praktisches Geschick beide Erweiterungen erhalten könnten bzw. sie in einheitlichem Design zur Verfügung ständen. Bisher hat sich Klaus Teuber dazu nicht geäußert.