Hase und Igel
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Hase & Igel ist ein Brettspiel für 2 bis 6 Spieler des englischen Autors David Parlett, das die Geschichte des Wettrennens zwischen dem Hasen und dem Igel aufgreift. Als eines der ersten Laufspiele kommt es ohne Würfel aus. Es erschien zunächst 1974 unter dem Originaltitel "Hare & Tortoise" (Hase und Schildkröte) bei Intellect Games und 1978 im Ravensburger Spieleverlag. Es wurde 1979 als erstes Spiel des Jahres ausgezeichnet. 2000 wurde von Abacusspiele eine deutsche Neuausgabe veröffentlicht. Für die Nürnberger Spielwarenmesse 2008 hat Ravensburger eine Neuauflage in der Serie "Unsere besten Familienspiele" angekündigt, die sich im Design an der Erstausgabe von 1978 orientiert, deren Regeln sich aber näher an der Abacus-Ausgabe von 2000 befinden <ref>http://www.spielbox.de/php/aktuell.php4?anz_id=1582</ref><ref>http://www.davpar.com/haretort/htrides.html</ref>. Das Spiel wurde über 2 Millionen mal verkauft und in 12 Sprachen übersetzt.
Inhaltsverzeichnis |
Inhalt
- 1 Spielplan
- 120 Spielkarten:
- 90 Karottenkarten
- 24 Karten im Wert 1
- 18 Karten im Wert 5
- je 12 Karten im Wert 10, 15, 30 und 50
- 18 Salatkarten
- 12 Hasenkarten
- 90 Karottenkarten
- 6 Rennkarten
- 6 Spielsteine
- 1 Spielanleitung
- 1 Audiokassette (nur 1985, nicht in allen Ausgaben)
Regeln
Die Mitspieler spielen das Rennen zwischen dem Hasen und dem Igel nach, der den Hasen bekanntlich da durch überlistet, dass er seine Frau am Ziel positioniert, die immer dann auftaucht wenn der Hase als vermeintlicher Sieger durchs Ziel geht. So ist in diesem Spiel auch nicht klar wer letztendlich der Hase und wer der Igel ist. Jeder Spieler erhält zu Beginn 68 (bei 3 oder 4 Spielern ) bzw. 98 Karotten (bei 2, 5 oder 6 Spielern) und 3 Salate als Wegzehrung. Mit den Karotten bezahlt der Spieler das vorrücken, wobei die Kosten pro vorgerücktem Feld gemäß einer arithmetischen Reihe steigen. So kostet es eine Karotte ein Feld vorzurücken, aber schon 3 (1+2) für zwei Felder und 6 (1+2+3) für 3 Felder. Mit den 98 Karotten des Vorrates kommt ein Spieler also in einem Zug nur 13 Felder vor und hat dann noch 7 Karotten übrig, würde er diese auf 2 Züge aufteilen, wären es in der Summe 18 Feldern (8 Karotten bleiben dabei übrig). Um nicht zu viel rechnen zu müssen erhält jeder Spieler eine Rennkarte auf der die Kosten für jede Zugweite zu erkennen sind.
Da die gesamte Wegstrecke 64 Felder beträgt muss also unterwegs für Nachschub gesorgt werden. Nachschub kann man auf verschiedene Weise erhalten:
- Man geht auf ein Salatfeld und "frisst" dort im nächsten Zug einen Salat. Dies muss man sowieso machen, denn wenn man ins Ziel kommt darf man keinen Salat mehr besitzen. Dafür, dass man einen Salat frisst, erhält man Karotten und zwar zehnmal so viele wie der eigenen Position zu dem Zeitpunkt des Rennens entspricht, also 10 als Erster und 40 als Vierter. Im nächsten Zug muss man aber das Salatfeld verlassen und sich ein neues Salatfeld für den nächsten Salat suchen.
- Man zieht auf ein Karottenfeld und wenn man dort in der nächsten Runde stehen bleibt erhält man 10 Karotten. Dort darf man solange stehen bleiben wie es einem gefällt und bekommt dann jedes Mal 10 Karotten.
- Man zieht auf ein Zahlenfeld. Diese sind mit den Zahlen 2, 3 und 4 markiert und wenn die Position des Spielers in seinem nächsten Zug exakt mit der Zahl übereinstimmt erhält er das zehnfache des Zahlenwertes an Karotten. Hier muss man wie beim Salatfeld taktieren, denn die Positionen der Mitspieler können sich zwischenzeitlich ändern und dann geht man leer aus.
- Man zieht auf ein Fahnenfeld. Hier erhält man im nächsten Zug als Erster 10 und als Fünfter oder Sechster 50 bzw. 60 Karotten.
- Man zieht rückwärts zum nächsten Igelfeld. Für jedes Feld, das man dabei zurück zieht erhält man 10 Karotten. Igelfelder dürfen nur beim Zurückgehen betreten werden.
So versucht man dann zwischenzeitlich immer wieder an Karotten zu kommen, muss dabei aber stets die Mitspieler im Auge behalten. Zudem darf der Karottenvorrat nicht zu groß werden, denn wer ins Ziel kommt darf maximal das zehnfache seiner Position an Karotten mit ins Ziel bringen, als Erster also 10 Karotten. Und gelingt es einem Spieler in der gleichen Runde mit weniger Karotten ins Ziel zu kommen, so hat er gewonnen. Hat man zu viele Karotten darf man nicht ins Ziel, loswerden kann man diese auf den Karottenfeldern und zwar 10 pro Zug.
Spieler, die mehr auf Zufallseffekte setzen, haben unterwegs die Chance auf den Hasenfeldern eine Hasenkarte zu ziehen, womit positive oder negative Effekte verbunden sind.
Wird das Spiel zu zweit gespielt, erhält jeder 2 Spielfiguren und 5 Salatkarten. Die Spieler ziehen abwechselnd eine ihre Figuren, dürfen sich aber jedes Mal frei entscheiden welche sie ziehen, es sei denn ein Salatfeld muss verlassen werden. Sieger ist wer als erster beide Figuren ins Ziel bringt, dabei darf man bei der ersten beliebig viele Karotten halten, bei der zweiten zwanzig (wenn sie als 2. über die Ziellinie geht) bzw. 30.
Unterschiede der einzelnen Ausgaben
Die Ravensburger-Ausgabe von 1985 hat gegenüber der Ausgabe von 1978 nummerierte Felder auf dem Spielplan. Ebenso sind Vorderseite und Rückseite der Rennkarten bei der '78-Ausgabe identisch. 1985 wurden auf der Rückseite der Rennkarten dann die Erklärungen der einzelnen Felder abgedruckt.
Änderungen in der Neuausgabe
Der Verlag Abacusspiele hat in der Neuauflage einige Änderungen bezüglich der Felderplatzierung und der Hasenkartenregeln vorgenommen mit dem das Spiel an die ursprünglich bei Intellect Games erschienene Fassung angeglichen werden soll.
auf dem Titelblatt der Pöppel-Revue
Besonderheit
Während in der deutschen und tschechischen Übersetzung der Hase gegen einen Igel antritt, ist es im englischen Original und den anderen Übersetzungen ein Rennen zwischen Hase und Schildkröte.
Auszeichnungen
- Spiel des Jahres 1979
- Goldener Pöppel 1980, 1981 und 1982; 2. Platz 1979 und 1983; 3. Platz 1984; 5. Platz 1985 und 1986; 9. Platz 1987
Einsatz bei Meisterschaften
Hase und Igel wurde auf der 1. Intergame 1998 sowie bei den regionalen Vorentscheidungen zur Deutschen Mannschaftsmeisterschaft 1991, 1994 und 1997 gespielt.
Übersetzungen
- Dänisch: (Alga)
- Englisch (Original): Hare & Tortoise (1974 Intellect Games, 1980 Waddingtons House of Games, 1987 Gibson Games)
- Finnisch: (Alga ??)
- Französisch: Le Lièvre et la Tortue (Ravensburger)
- Italienisch: La Lipre e la Tartaruca (Ravensburger)
- Niederländisch: Haas en Schildpad (999 Games) - ausverkauft.<ref>http://www.999games.nl/assortiment/haas-en-schildpad</ref>
- Norwegisch: Haren og Skilpadden (Alga)
- Schwedisch: Haren & Skölpaddan (Alga)
- Spanisch: La Liebre y la Tortuga
- Tschechisch: zajík e jezek (Raubdruck, mit Äpfeln statt Salat)
Einzelnachweise
<references/>