Die Siedler von Luxemburg
Aus Ludopedia - Die Spiele Encyclopädie
Die Siedler von Luxemburg ist ein von Alain Miltgen und Tom Mülheims entwickeltes Szenario zu den Siedlern von Catan von Klaus Teuber. Es wurde zur luxemburgischen Meisterschaft am 28. Juni 2008 vom Spieleclub 'Guilde vun de Phantasiespiller' herausgegeben. Jeder Teilnehmer und der am Tag danach stattfindenen Release-Party erhielt ein Exemplar. Die Auflage beträgt 700 Exemplare (durchnummeriert).
Material
- DIN A2 Spielfeld, die Landschaftsfelder sind im Stile der Ausgabe von 2003 gezeichnet. (Illustrationen: Marc Muller)
- DIN A4 Materialbogen
- Spielregel (2 DIN A4-Seiten)
Zum Spielen wird zusätzlich das Basisspiel benötigt.
Besonderheiten
Das Szenario wird auf einem festen Spielplan gespielt, der in etwa die landschaftlichen Gegebenheiten Luxemburgs wiederspiegelt. Da Luxemburg ein Binnenland ist gibt es keine Häfen, deren Funktion übernimmt der Zollverein mit dem Getreide, Holz, Lehm und Wolle je nach Angebot 1:1, 2:1 oder 3:1 gehandelt werden kann. Erz kann nur 4:1 oder nach freien Kursen zwischen den Spielern gehandelt werden. Zusätzlich gibt es vier Grenzpunkte. Baut ein Spieler dort ein Dorf darf er sich von 2 Privilegkarten eine aussuchen.
Siedlungen heißen in diesem Szenario Dörfer, Städte werden zu Burgen. Die Erträge ändern sich aber nicht. Die Kosten für Dörfer und Entwicklungskarten bleiben unverändert, wer eine Burg bauen will muss zusätzlich eine offene Ritterkarte abgeben.
Die Startreihenfolge wird durch das Ziehen von Privilegkarten ermittelt. Als erstes wird eine Burg an einem Erzfeld gebaut an der noch kein anderer Spieler eine Burg hat, womit der Spieler eine Grafschaft gründet. Das Dorf muss an eines der Felder gebaut werden, die an die Burg angrenzen (Grafschaft). Im späteren Spielverlauf darf unter Beachtung der Abstandsregel überall gebaut werden, nur nicht an Erzfeldern anderer Grafschaften.
Statt der Würfel wird eine Würfeltabelle benutzt, die die statistische Wahrscheinlichkeit von 2 W6-Würfeln darstellt. In seinem Zug wählt ein Spieler eine Zahl aus und belegt sie mit einem Marker. Dabei muss zunächst die unterste Reihe gewählt werden, danach darf auch die nächsthöhere gewählt werden, wonach die darunter liegenden Reihen nicht mehr gewählt werden dürfen. Erst wenn die 7 in der obersten Reihe gewählt wurde, werden alle Marker abgeräumt und wieder unten begonnen.
Bis auf die Monopolkarten werden ausgespielte Entwicklungskarten und abgegebene Ritter wenn die oberste Zahl der Tabelle belegt wurde neu gemischt und stehen wieder zur Verfügung.
Statt der Größten Rittermacht gibt es hier die Karte "Melusina's Retter" die 3 Punkte zählt, aber wie die "Größte Rittermacht" ins Spiel kommt.
Das Spiel endet wenn ein Spieler in seinem Zug 12 Siegpunkte erreicht.