Der Palast von Alhambra

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Der Palast von Alhambra ist ein Legespiel für zwei bis sechs Spieler, von Dirk Henn, das 2003 zunächst mit dem Titel Alhambra erschien und im gleichen Jahr als Spiel des Jahres ausgezeichnet wurde. Aufgrund einer Namensgleichheit mit einem Schweizer Spiel bekam das Spiel später den Namenszusatz „Der Palast von …“. Erschienen ist das Spiel bei Queen Games unter der redaktionellen Verantwortung von Bernd Dietrich. Die Grafik stammt von Jörg Asselborn und Christof Tisch (die Basis).

Wie bei Carcassonne und Die Siedler von Catan gibt es auch für dieses Spiel mittlerweile Erweiterungen und auf der Spielidee aufbauende eigenständige Spiele.

Das Spiel beruht auf dem 1998 im gleichen Verlag erschienenen Brett-Kartenspiel Stimmt so, das wiederum eine überarbeitete Neuauflage des 1992 in Dirk Henns Eigenverlag herausgekommenen Al Capone war.

Die Alhambra ist eine ca. 13 Hektar große Burganlage, die von den Mauren in Granada/Spanien im im 13. und 14. Jahrhundert errichtet wurde. In diesem Spiel versuchen die Spieler den Maurischen Baumeistern nachzueifern und einen Palast zu errichten. Dazu locken Sie Baumeister an ihren Hof, die aber den Nachteil haben, dass sie a) nur in ihrer Währung bezahlt werden wollen und b) kein Wechselgeld dabei haben.

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • 6 Startkärtchen, quadratisch
  • 54 Gebäudekärtchen, quadratisch:
    • 7x Pavillon (1 ohne, 2 mit einer, 3 mit zwei und 1 mit drei Stadtmauern) in den Werten 2 bis 8 (je höher der Wert, desto weniger Stadtmauern hat das Plättchen)
    • 7x Serail (1 ohne, 2 mit einer, 3 mit zwei und 1 mit drei Stadtmauern) in den Werten 3 bis 9 (je höher der Wert, desto weniger Stadtmauern hat das Plättchen)
    • 9x Arkaden (je 2 ohne und mit einer, 4 mit zwei und 1 mit drei Stadtmauern) in den Werten 4, 5, 6, 6, 7, 8, 8, 9 und 10 (je höher der Wert, desto weniger Stadtmauern hat das Plättchen)
    • 9x Gemächer (je 2 ohne und mit einer, 4 mit zwei und 1 mit drei Stadtmauern) in den Werten 5, 6, 7, 7, 8, 9, 9, 10 und 11 (je höher der Wert, desto weniger Stadtmauern hat das Plättchen)
    • 11x Gärten (2 ohne, 4 mit einer, 3 mit zwei und 2 mit drei Stadtmauern) in den Werten 6, 7, 8, 8, 8, 9, 10, 10, 10, 11 und 12 (hier korrespondieren die Kosten nicht immer mit der Anzahl der Stadtmauern)
    • 11x Türme (2 ohne, 4 mit einer, 3 mit zwei und 2 mit drei Stadtmauern) in den Werten 7, 8, 9, 9, 9, 10, 11, 11, 11, 12 und 13 (auch hier korrespondieren die Kosten nicht immer mit der Anzahl der Stadtmauern)
  • 1 Bauhof mit 4 Feldern für je ein Gebäudeplättchen in einer Währung
  • 1 Zähltafel
  • 12 Zählsteine in 6 Farben
  • 108 Geldkarten (Spielkartenformat)
    • 27 Denare (blau), je 3 in den Werten 1 bis 9
    • 27 Dirham (grün), je 3 in den Werten 1 bis 9
    • 27 Dukaten (braun), je 3 in den Werten 1 bis 9
    • 27 Gulden (gelb), je 3 in den Werten 1 bis 9
  • 2 Wertungskarten
  • 6 Reservefelder mit Wertungsübersicht
  • 1 Stoffbeutel
  • 1 Spielregel (6 DIN-A4-Seiten)

Spielprinzip

Spielziel ist es, durch Auslage von Spielkärtchen (Gebäuden) in seiner Alhambra möglichst viele Siegpunkte zu erreichen, die in 2 Zwischenwertungen und einer Endwertung erhalten werden. Dabei geht es darum die Mehrheit in den einzelnen Kategorien zu erreichen, wobei es in der 2. Zwischenwertung auch Punkte für den 2. und in der Schlußwertung für den 3. Platz gibt. Vom Pavillon zum Turm aufsteigend und von Wertung zu Wertung gibt es dabei immer mehr Punkte. Zusätzlich bekommt jeder Spieler bei jeder Wertung Punkte für seine längste durchgehende Stadtmauer.

Zu Beginn des Spieles erhält jeder Spieler solange Geldkarten vom verdeckten Stapel bis die Summe den Wert 20 erreicht oder übersteigt. Der Spieler mit den wenigsten Karten bzw. bei Gleichstand mit dem geringsten Gesamtwert wird Startspieler.

In seinem Zug hat der Spieler eine der folgenden Möglichkeiten:

  • Er nimmt eines der 4 im Bauhof ausliegenden Gebäudeplättchen und bezahlt mindestens den geforderten Wert in der verlangten Währung.
  • Er nimmt sich von 4 offen ausliegenden Geldkarten Geldkarten, dabei darf er mehrere nehmen wenn deren Gesamtwert maximal 5 ist.
  • Er baut seine Alhambra um indem er ein Plättchen vom Reservefeld an die Alhambra anlegt, ein Plättchen von der Alhambra auf das Reservefeld legt oder ein Plättchen der Alhambra gegen eins des Reservefeldes auswechselt.

Gelingt es einem Spieler ein Gebäudeplättchen passend zu bezahlen, dann darf er solange eine weitere der 3 möglichen Aktionen durchführen bis er nicht mehr passend bezahlen kann. Im günstigsten Fall kauft er sich 4 Gebäudeplättchen und nimmt dann noch Geld oder baut seine Alhambra um.

Am Ende des Zuges legt er die gekauften Gebäudeplättchen an seiner Alhambra an oder auf seinem Reservefeld ab um damit in einer zukünftigen Runde seine Alhambra umzubauen. Ggf. reicht es aber ein Gebäudeplättchen dort nur einfach abzulegen um es dem Zugriff der Mitspieler zu entziehen.

Vor Beginn des nächsten Zuges wird die Anzahl der im Bauhof ausliegenden Plättchen wieder auf 4 erhöht und ebenfalls die Anzahl der offen liegenden Geldscheine. Wird dabei eine der beiden Zwischenwertungskarten aufgedeckt, die zu Spielbeginn in den Geldkartenstapel geschoben wurden, kommt es sofort zu einer Wertung.

Das Spiel endet wenn nach einem Zug der Bauhof nicht mehr vollständig gefüllt werden kann. Dann werden die noch dort ausliegenden Karten an die Spieler verkauft, die von der entsprechenden Währung das meiste Geld übrig haben.


Beim Bau der Alhambra ist zu beachten, dass die Gebäudekärtchen alle in einer festgelegten Richtung angelegt werden müssen und dass Stadtmauern nur dann aneinander gelegt werden dürfen wenn das Plättchen an einer anderen Kante noch an eine Kante ohne Stadtmauer angrenzt. Ferner dürfen keine unbebauten Flächen entstehen, die an allen 4 Seiten von Plättchen umgeben sind.

Besonderheit

Beim Spiel zu zweit werden zu Beginn des Spiels und bei der 1. Wertung 6 Gebäudekärtchen und bei der 2. Wertung ein Drittel der restlichen Gebäudekärtchen offen für einen imaginären dritten Spieler ausgelegt, der rein zufällig Dirk heißt. Kommt es zu einer Wertung, erhält auch Dirk Punkte für Gebäudemehrheiten aber nicht für eine Außenmauer. Kauft ein Spieler ein Gebäudeplättchen darf er dies auch Dirk schenken um damit z.B. zu verhindern, dass der Gegner eine Mehrheit bekommt.

Erweiterungen

Eigenständige Spiele

Einsatz bei Meisterschaften

2004 fand die erste deutsche Alhambra-Meisterschaft statt und Reiner Sietas wurde erster Deutscher Alhambra-Meister. Die zweite deutsche Meisterschaft findet 2009 statt. <ref>http://www.alhambra-meisterschaft.de/spiel.html </ref>

Der Palast von Alhambra wurde zudem bei den regionalen Vorentscheidungen zur Deutschen Mannschaftsmeisterschaft 2007 gespielt.

Auszeichnungen

Übersetzungen

Spielkritiken

  • Spielbox Ausgabe 3/03: "So stimmt's"

Weblinks

Einzelnachweise

<references/>

Persönliche Werkzeuge
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