Chicago Gangsters

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Chicago Gangsters ist ein 2009 bei Kosmos erschienenes Kartenspiel von Jürgen Kiedaisch für 3 bis 5 Spieler mit Illustrationen von Annette Kara. Es ist das erste von Jürgen Kiedaisch veröffentlichte Spiel. Beim Hippodice-Autorenwettbewerb erreichte es 2006 unter dem Titel "Prohibition" die Endrunde.

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • 110 Spielkarten:
    • 48 Karten "Die Mittel zum Zweck"
      • 16x Waffen, je 8x Wert 2 und 4
      • 16x Schmiergeld, je 3x Wert 1, 2, 4 und 5 sowie 4x Wert 3
      • 16x Erpressung, je 5x Wert 1 und 5 sowie 6x Wert 3
    • 18 Personenkarten
    • 13 Koalitions-Karten
    • 13 Stadtteil-Karten
    • 12 Beutekarten
    • 4 Mafia-Clan-Karten
    • 1 Karte Mr.X/Der Pate
    • 1 Karte Verteidiger/Herausforderer
  • 1 Spielregel (2 DIN-A3-Seiten, mehrfach gefaltet)

Zudem wird ein Blatt Papier und ein Stift benötigt.

Beschreibung

Die Spieler werden in das Chicago der 20er Jahre des 20. Jahrhunderts zurück versetzt. Diese Zeit, als in den USA die Prohibition galt, war auch die Zeit der Gangsterbanden. Jeder Spieler vertritt einen Mafia-Clan und versucht in jeder Runde allein oder in Koalition mit einem anderen Clan ein Stadtviertel in Chicago zu kontrollieren. Dazu kann er Waffen und Schmiergeld sowie Erpressung einsetzen und verschiedene Personen in seinen Dienst stellen. Dabei gilt es aber auch den eigenen Partner nicht zu stark werden zu lassen.

Für das Spiel sind verschiedene Varianten möglich. In der Hauptvariante für 4 Spieler werden die Karten Mr.X/Der Pate und Verteidiger/Herausforderer nicht benötigt. Jeder Spieler erhält zunächst eine Clan-Karte, die er offen vor sich ablegt. Die jeweiligen Kartenarten werden getrennt gemischt und als verdeckte Stapel abgelegt, nachdem zuvor aus den Koalitionskarten die Karte Spielende herausgesucht wurde. Die beiden obersten Koalitions-Karten werden mit dieser gemischt und unter den Koalitionskartenstapel gelegt. Wird die Karte "Spielende" im Laufe des Spieles aufgedeckt endet das Spiel sofort und es erfolgt die Endabrechnung.

Vor der ersten Runde erhält jeder Spieler 4 Karten "Die Mittel zum Zweck", die er verdeckt auf die Hand nimmt und eine Personenkarte, die er offen vor sich auslegt, es sei denn es ist eine Karte mit dem Wert 0 oder 4, dann nimmt er solange eine neue Personenkarte, bis diese den Wert 1 - 3 hat. Die zurück gegebenen Karten werden in den Stapel gemischt.

In jeder Runde bilden je 2 Spieler eine Koalition die durch eine aufgedeckte Koalitions-Karte bestimmt wird. Dabei sind 2 Spieler die Herausforderer und 2 die Verteidiger. Diese versuchen die durch die aufgedeckte Beute-Karte angezeigte Beute zu gewinnen indem sie Personen und Mittel einsetzen, die durch die aufgedeckte Stadtteil-Karte ermöglicht werden. Bei der Beute kann es sich um Alkohol, Mittel- und/oder Personenkarten handeln. Am Ende zählt aber nur der gewonnene Alkohol, während Mittel- und Personenkarten Vorteile im weiteren Spielverlauf bringen.

Von den durch die Koalitionskarte als Herausforderer bestimmten Spielern müssen zunächst Mittelkarten verdeckt ausgespielt werden, dabei können sich die beiden Spieler offen beraten, wobei es wie unter Ehrenmännern üblich keine bindenden Absprachen gibt. Anschließend werden die Karten bis auf eine offen gelegt. Nun wissen die Verteidiger mit einer leichten Unsicherheit wie stark die Herausforderer sind und können nun überlegen ob sie die Herausforderung annehmen oder mit einem geringeren Teil der Beute zufrieden sind. Auch hier sind wieder nicht bindende Absprachen möglich.

Nachdem alle ihre Karten eingesetzt haben wird die stärkste Koalition ermittelt. Der jeweils stärkste Partner einer Koalition wählt als erster einen Teil der seiner Koalition zustehenden Beute. Erhaltener Alkohol wird notiert, Karten werden von den entsprechenden Stapeln gezogen. Vor jeder neuen Runde darf sich jeder Spieler, der weniger als 10 Karten auf der Hand hat eine neue Mittel-Karte. Danach startet eine neue Runde.

Wird die Spielende-Karte aufgedeckt kommt es zum letzten Show-Down bei dem jeder seine verbliebenen Mittel-Karten aufdeckt. Wer hier die meisten Punkte hat bekommt noch 2 Alkohol. Ebenso erhält der Spieler mit den meisten Personenkarten 2 Alkohol. Gewinner ist der Spieler mit dem meisten Alkohol - bis ihn die Steuerfahndung erwischt und er seinen Lebensmittelpunkt nach Alcatraz verlegt.

Sonderregeln

Im Spiel zu Dritt tritt immer ein Clan allein gegen 2 andere an. Der Wert seiner Mittel und Personen wird dabei verdoppelt. Im Spiel zu fünft greift Mr.X mit ins Geschehen ein. Vor Spielbeginn erhält ein Spieler die Mr.X-Karte zugelost und er entscheidet auf wessen Seite er in dieser Runde kämpft. Bei der Aufteilung der Beute erhalten dann nur die 2 Spieler, die die meisten Punkte zum Ergebnis der Koalition beigesteuert haben einen Anteil. Fortgeschrittene Spieler können noch den Paten einsetzen. Hier spielt auch im Spiel zu Viert nur ein Spieler gegen die beiden der anderen Koalition, der eigene Koalitionspartner setzt in dieser Runde aus. Als Entschädigung erhält er aber einen Teil der Gesamtbeute.


Übersetzungen

Einzelnachweise

<references/>


Weblinks

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