Adel verpflichtet
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Adel verpflichtet, Untertitel Das Große Bluffspiel um Diebe, Lords und Pfeifenköpfe, ist ein Brettspiel für 2 - 5 Mitspieler von Klaus Teuber, zuerst erschienen 1990 bei F.X. Schmid und im gleichen Jahr als Spiel des Jahres ausgezeichnet. Die Illustrationen stammen von C.v.Seidlein. Die späteren deutschen Versionen erschienen bei Alea (2000) und Jumbo (2004). Mit dem Titel wird auf den gleichnamigen, 1949 erschienenen Film mit Alec Guinness angespielt [1]
Inhaltsverzeichnis |
Inhalt
- 1 Spielplan,
- 45 Sammelkarten:
- 8 Masken, darunter als ältestes Objekt eine italienische Frauenschandmaske von 1468
- 8 Reklameschilder
- 7 Spielzeuge
- 7 Tabakspfeifen
- 8 Star-Devotionalien, darunter als jüngtes Objekt Andy Warhols Brillte von 1982
- 7 Porzellan-, Steingut- oder Zinntöpfe
- 10 Ortskarten, je 5x Auktionshaus und Schloss
- 40 Aktionskarten
- je 4 Schecks pro Spieler in unterschiedlicher Stückelung im Gesamtwert von 50.000
- je 1 Karte Ausstellung pro Spieler
- je 1 Detektiv pro Spieler
- je 2 Diebe pro Spieler, mit unterschiedlicher Erfahrung, aber einer Gesamterfahrung von 13.
- 5 Spielsteine
- Spielregel (12 DIN-A5 Seiten)
Ziel
Die Spieler übernehmen die Rolle von wettwütigen und daher auch zum Teil skrupellosen englischen Lords ein, die im gegenseitigen Wettbewerb versuchen, die meisten und wertvollsten Antiquitäten zu sammeln und diese auszustellen. Dabei müssen sie auf Auktionen tätig werden und schrecken auch nicht davor zurück Diebe einzusetzen, um ans Ziel zu kommen; sie versuchen die gegnerischen Diebe aber auch durch Detektive dingfest zu machen. Sieger ist, wer am Ende im Club Antiques am weitesten vorne an der Dinnertafel sitzt.
Ablauf
Der Spielablauf unterscheidet sich insofern von den meisten anderen Spielen, als dass hier ALLE Spieler simultan agieren. Zuerst decken alle Spieler den zuvor geheim gewählten Ort ihrer Handlung auf (Auktionshaus oder Schloss). Dann bestimmen alle die Aktion, die sie in dem gewählten Orten durchführen wollen. (Auktion = Scheck oder Dieb; Schloss = Ausstellung, Dieb oder Detektiv).
Im Auktionshaus
Zunächst werden die Aktionen im Auktionshaus abgewickelt. Der Besitzer des höchsten Schecks darf sich eine von 2 offen liegenden Sammelkarten nehmen und der Scheck kommt in die Kasse. War ein Dieb im Einsatz erhält er den Scheck, sind mehrere Diebe eingesetzt worden, gehen die Diebe leer aus. So erhaltene Schecks anderer Spieler können später dann ebenfalls eingesetzt werden. Spieler, die nicht den höchsten Scheck hatten, gehen ebenfalls leer aus, erhalten aber ihren Scheck zurück.
Im Schloss
Im Schloss haben die Spieler die Möglichkeit ihre Sammelkarten auszustellen, Diebe oder Detektive einzusetzen. Durch Detektive gefasste Diebe wandern ins Gefängnis und bleiben dort bis eine von der Spielerzahl abhängige Anzahl von weiteren Dieben gefasst wurde, dürfen aber zuvor noch Ausstellungsstücke stehlen. Dabei entscheidet die Zahl auf dem Beutesack (Erfahrung) welcher Dieb zuerst stehlen darf, d.h. alle Diebe sind - wenn es mindestens eine Ausstellung gibt - erfolgreich, egal ob sie gefasst wurden oder nicht. Ein Spieler mit einer Ausstellung muss mindestens 3 Ausstellungsstücke präsentieren und verliert pro Dieb eines davon.
Erfolgsleiste
Spieler, die erfolgreich einen Detektiv eingesetzt haben, dürfen entsprechend ihrer Position auf der Erfolgsleiste vorrücken. Die Spieler mit der besten und zweitbesten Ausstellung (entscheidend ist einmal die Anzahl der Ausstellungsstücke und bei gleicher Anzahl das Alter des ältesten Ausstellungsstücks) dürfen ebenfalls auf der Erfolgsleiste vorrücken. Die Anzahl der Felder wird durch den führenden Spieler bestimmt.
Dinnertafel
Erreicht der erste Spieler die Dinnertafel, präsentieren alle Spieler noch einmal ihre beste Ausstellung und die beiden besten dürfen dann noch einmal 8 bzw. 4 Felder auf der Erfolgsleiste bzw. der Dinnertafel vorrücken. Wer dann am weitesten vorne liegt hat das Spiel gewonnen. Das muss nicht unbedingt der Spieler mit den meisten und/oder besten Karten sein.
Sonderregeln für 2 Spieler
- Überraschungsvariante: Beide Spieler legen gleichzeitig eine Orts- und Aktionskarte.
- Konfrontationsvariante: Beide Spieler sind abwechselnd am gleichen Ort.
Auszeichnungen
Adel verpflichtet wurde 1990 mit gleich drei Spielepreisen ausgezeichnet. Es erhielt den Titel Spiel des Jahres und gewann den Goldenen Pöppel. Da 1990 der Deutsche Spiele Preis als Nachfolger vom Goldenen Pöppel geschaffen wurde, erhielt er auch den Deutschen Spiele Preis. 2004 wurde es für den Niederländischen Spielepreis nominiert.
Einsatz bei Meisterschaften
Adel verpflichtet wurde 1990 und 1993 im Finale der Deutschen Mannschaftsmeisterschaft im Brettspiel gespielt.
Änderungen
In einer späteren Auflage wurden der Lippenstift von Marilyn Monroe von 1963 auf 1962 (da lebte sie noch) und die Sir Walter Raleigh Pfeife von 1916 auf 1616 (er lebte von 1554 bis 1618) vordatiert. [spielbox 5/2006, S.8] Danach ist die Pfeife das zweitälteste Sammelstück geworden.
PC-Versionen
Seit 2003 kann Adel verpflichtet in der Catan Online Welt gespielt werden. Dort werden aber Catanabilia und andere Schätze aus der Catan Online Welt gesammelt.
Übersetzungen
- Englisch: By Hook or by Crook (Avalon Hill 1991) und Hoity Toity (Überplay 2004)
- Niederländisch: Adel verplicht (Jumbo)